Hochzeitstagsessen im Gustus

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Kaum zu glauben, aber ja, es gibt mich noch… Irgendwie war in der zweiten Jahreshälfte so viel los, dass ich es nicht mal geschafft habe, ein Foto vom Sommerfest oder der Plätzchenback-Aktion zu posten. Außerdem wollte ich euch eigentlich von meinen diesjährig verschenkten Adventskalendern (gefüllt mit lauter selbst gemachten kulinarischen Kleinigkeiten) berichten und hatte auch noch jede Menge andere Ideen… Vielleicht hole ich das noch nach.

Der Auslöser dafür, dass ich jetzt doch endlich mal wieder etwas schreibe, ist unser standesamtlicher Hochzeitstag, der sich gestern schon zum achten mal jährte und an dem wir ja traditioneller Weise essen gehen. Und Dank meines Vaters, der sich um den großen Sohn gekümmert hat, konnten wir tatsächlich recht entspannt ausgehen. Auch der kleine Sohn war brav und hat nicht geweint (allerdings leider auch weniger geschlafen als erhofft).

Weil wir mal wieder etwas Neues ausprobieren wollten, aber auch nicht weit Auto fahren (der Kurze findet Auto fahren nicht so restlos super), entschieden wir uns für das Gustus im Golfclub Hösel. Im Golfclub waren wir zwar schon mal, aber der Betreiber hat Anfang des Jahres gewechselt und die Karte klang verheißungsvoll. Außerdem konnten wir noch relativ spontan an einem Abend im Dezember einen Tisch reservieren.

Nach einiger Verwirrung ob der Speisekarte (das Weihnachtsmenü gibt es nur zu Weihnachten, was allerdings nicht dabei stand; das Gänsemenü konnte auch eine Einzelperson spontan bestellen, obwohl vermerkt war, dass es hier einer Voranmeldung und vier Personen bedarf – dafür war es allerdings überhaupt kein Problem, etwas Vegetarisches zu bekommen, obwohl auf der Karte nur wenig ausgewiesen war und auch vegan wäre wohl möglich gewesen) haben wir dann folgendes bestellt und konsumiert:

Vorab gab es Brot mit zwei Dips (mediterrane Frischkäsecreme und Kräuterquark), außerdem wurde uns zum Aperitif Prosecco und alkoholfreier Aperol Spritz serviert.

Der Mann entschied sich für das Gänsemenü deluxe und erhielt zur Vorspeise Carpaccio vom Rinderfilet mit Balsamikovinaigrette dazu kleines Salatbouquet, gehobelten Wintertrüffel und gebackenes Wachtelei. Besonders die Vinaigrette hat es ihm angetan.

Carpaccio vom Rinderfilet mit Balsamikovinaigrette dazu kleines Salatbouquet, gehobelter Wintertrüffel und gebackenes Wachtelei
Carpaccio vom Rinderfilet mit Balsamikovinaigrette dazu kleines Salatbouquet, gehobelter Wintertrüffel und gebackenes Wachtelei

Auch wenn ich fand, das „Crème brûlée vom Hokkaidokürbis und Vanille mit eingelegter Anis-Bete und karamellisierten Kürbiskernen“ sehr spannend klang, entschied ich mich doch für eine klassische Kürbiscremesuppe. Ich war bei Hauptgang und Dessert experimentierfreudig und wollte deshalb bei der Vorspeise auf Nummer sicher gehen. Die Suppe war aber auch sehr lecker und wurde mit Croutons, Kürbiskernen und steirischem Öl serviert.

Kürbiscremesuppe mit Croutons, Kürbiskernen und steirischem Öl.
Kürbiscremesuppe mit Croutons, Kürbiskernen und steirischem Öl.

Im Hauptgang gab es für den Mann natürlich Gans (was auch sonst im Gänsemenü) und zwar wie folgt: Knusprig gebratene zarte Gänsebrust und Keule mariniert mit Wildblumenhonig und Beifuß dazu Kartoffelklöße, Rotkohl und geschmorter Backapfel. Außerdem gab es auch noch mehr Soße als auf dem Bild und die Kartoffelklöße wurden ebenfalls separat gereicht. Alles schmeckte gut.

Knusprig gebratene zarte Gänsebrust und Keule mariniert mit Wildblumenhonig und Beifuß dazu Kartoffelklöße, Rotkohl und geschmorter Backapfel
Knusprig gebratene zarte Gänsebrust und Keule mariniert mit Wildblumenhonig und Beifuß dazu Kartoffelklöße, Rotkohl und geschmorter Backapfel

Ich entschied mich im Hauptgang für ein pochiertes, gebackenes Bio-Ei auf Rote Bete-Hibiskus-Risotto dazu Trüffelschaum und gehobelten Trüffel, allerdings ohne das Ei. Stattdessen bekam ich grünen Spargel, an dem ich Zweifel hatte, bis ich ihn probierte. Alles zusammen war wirklich super lecker und das, obwohl der Kurze passend zum Hauptgang ebenfalls Hunger bekam, was zur Folge hatte, dass ich den Großteil meines Gerichts nur noch lauwarm genießen konnte. Trüffelfreunde dürften allerdings vom Trüffel etwas enttäuscht sein. Den Schaum fand ich großartig, aber ansonsten habe ich wenig Trüffel geschmeckt, was ich aber nicht so schlimm fand, da ich kein großer Fan bin.

Rote Bete-Hibiscus-Risotto mit grünem Spargel dazu Trüffelschaum und gehobelter Trüffel
Rote Bete-Hibiscus-Risotto mit grünem Spargel dazu Trüffelschaum und gehobelter Trüffel

Zum Abschluss gab es im Gänsemenü Lebkuchen-Parfait mit winterlichen Gewürzkirschen und karamellisierten Mandelsplittern. Das fand mein Mann sehr gut, ich fand gut, dass ich mich für etwas anderes entschieden hatte.

Lebkuchen-Parfait mit winterlichen Gewürzkirschen und karamellisierten Mandelsplittern
Lebkuchen-Parfait mit winterlichen Gewürzkirschen und karamellisierten Mandelsplittern

Nämlich für „Köstliche Delice von Kürbis und zweierlei Schokolade mit kaltem Schokoladenwind und gebrannten süß-salzigen Kürbiskernen“. Das wiederum hat mir sehr gut geschmeckt. Das Schokoladeneis war richtig schokoladig und die weiße Ganache auf dem Kürbisriegel genau richtig süß.

Köstliche Delice von Kürbis und zweierlei Schokolade mit kaltem Schokoladenwind und gebrannten süß-salzigen Kürbiskernen
Köstliche Delice von Kürbis und zweierlei Schokolade mit kaltem Schokoladenwind und gebrannten süß-salzigen Kürbiskernen

Insgesamt ein sehr gelungener Abend, bei dem auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte. Wir kommen bestimmt noch mal wieder.

Restaurant Gusts im Golfclub Hösel
Höseler Str. 147
42579 Heiligenhaus
www.restaurant-gustus.de

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