Urlaub an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern

Seit drei Wochen sind wir zurück aus unserem Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Zwei Wochen waren wir in Rosenhagen, direkt hinter der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Vieles war sehr schön, zum Beispiel die Weite des Himmels, die viele Landschaft, unser wunderschönes Ferienhaus, Langschläfer-Söhne, ein fußläufig erreichbarer Naturstrand und der Ostsee-Rad-Wanderweg ebenfalls direkt am Ort.

 

Was mich allerdings wirklich irritiert hat, vermutlich, weil es mir zum ersten Mal so stark aufgefallen ist, ist die unterschiedliche Mentalität im Vergleich zu zum Beispiel Ost-Holstein. In unserem Ort gab es ein nettes kleines Café (mehr dazu weiter unten), dessen Besitzerin sagte, dass sie ausschließlich von den Touristen lebe, da Einheimische es niemals wagen würden, sich in einem Café blicken zu lassen. Man könnte ja gesehen werden…

Das hat zur Folge, dass wir in den umliegenden Dörfern so gut wie keine Cafés, Restaurants oder nette Läden gefunden haben. Ja, es war nicht weit bis Priwall und Travemünde, aber wir wollten uns eigentlich Richtung Osten orientieren, weil wir doch ein Ferienhaus in Mecklenburg-Vorpommern hatten. Somit wird das diesmal ein recht kurzer Urlaubsbericht, weil ich eigentlich nur zwei bloggenswerte Cafés gefunden habe und wir uns sonst ziemlich regelmäßig von Pommes ernährt haben.

Apropros Pommes: Unser Ferienhaus lag recht dicht am Ostsee-Radweg, der von dort Richtung Osten deutlich hügeliger verläuft, als man das vielleicht erwartet. Ich war jedenfalls des öfteren sehr dankbar für mein Pedelec. Die Dörfer in diesem Abschnitt liegen tendenziell einige hundert Meter im Landesinneren, so dass man für eine Pause den Radweg verlassen muss und am besten auch genau weiß, wohin man will. So bald das Wetter gut wird, machen sich deshalb diverse Imbissbetreiber mit ihren Anhängern auf den Weg zum Radweg und bieten Pommes, Currywurst, Getränke und Eis am Stiel an. Tatsächlich waren die Pommes, die wir getestet haben, gar nicht so übel. Und natürlich ist es auch einfach sehr praktisch, wenn man mit zwei kleinen Kindern unterwegs ist, vom Strand aus nicht noch weit ins Landesinnere fahren zu müssen. Jedenfalls haben die Betreiber an uns verdient und uns hin und wieder von weiteren Restaurant- und Cafébesuchen abgehalten.

Hin und wieder haben wir die Küste dann aber doch verlassen und dabei entdeckten wir das Café Blau in Groß Schwansee.

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Um ehrlich zu sein sind wir dort hauptsächlich eingekehrt, weil direkt nebenan ein Spielplatz liegt, der das Interesse der Jungs weckte. Im Endeffekt haben wir dann mehrere Stunden auf der Schönen Terrasse verbracht, unseren Jungs beim Spielen zugesehen und leckeren Kuchen gegessen. Es gab auch Eis, das war allerdings im Gegensatz zu den Kuchen nicht hausgemacht. Dafür mochte ich den Kakao und der Mann bekam sogar Bier. Zu seinem Leidwesen gab es allerdings nichts Herzhaftes zu essen.

 

Das war im Café Strandgut in Rosenhagen anders. Es ist deutlich uriger und rustikaler als das Café Blau, aber auch hier gibt es hervorragenden hausgemachten Kuchen und leckeren Kakao. Darüber hinaus werden noch Waffeln, Milchreis und ein paar herzhafte Kleinigkeiten angeboten.

 

EinenTag waren wir auf einem Bauernhof, dessen Torten im Internet empfohlen wurden. Mir waren die aber zu sahnig und kamen nicht an die Kuchen aus den oben genannten Cafés heran.

Bei unserem Tagesausflug nach Lübeck waren wir im kleinen Waffelhaus, haben aber nur ein paar Waffelstücke in der Tüte mitgenommen, weil irgendwie nur den Kindern nach Waffeln war. Bei meinem nächsten Besuch in Lübeck schaffe ich es dann vielleicht die herzhaften Kartoffelwaffeln zu testen. Die Waffelstücke waren nämlich schon mal schmackhaft.

Ansonsten hatte unser Ferienhaus eine tolle Küche, so dass ich zwischendurch auch noch mal zwei Rezepte aus „köstlich vegetarisch“ ausprobiert habe. Zum einen gab es eine Kohlrabi-Kartoffel-Tortilla (Ausgabe 3/2019):

 

Zum anderen einen lauwarmen Couscous-Salat mit Blumenkohl und Möhren (Ausgabe 2/2019):

 

Mal wieder haben mich beide Rezepte überzeugt.

Am Ende waren wir dann doch noch ein paar mal in Travemünde und waren da auch essen, allerdings fand ich dort nichts wirklich empfehlenswert.

Aber man kann ja auch einen schönen Urlaub haben, ohne ständig essen zu gehen. Und den hatten wir, auch wenn wir beim nächsten Mal wohl doch wieder in eine Gegend mit etwas mehr „Infrastruktur“ reisen werden.

Und hier noch die Kontaktdaten zu den beiden Cafés:

Café Blau
Lindenstrasse 49
23942 Gross Schwansee
www.cafe-blau-pension.de

Café Strandgut
Straße des Friedens 14
23942 Rosenhagen
www.cafe-strandgut.m-vp.de

Kleines Waffelhaus
Fleischhauerstraße 82
23552 Lübeck
kleineswaffelhausluebeck.eatbu.com

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