Gelesen: Sabine Bohlmann – Und plötzlich war Frau Honig da

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Titelbild Und plötzlich war Frau Honig da

Klappentext:
So viel Spaß hatten sie noch nie!
Davon sind Hugo, Betty, Camille und Theo Sommerfeld überzeugt. Denn seit das Kindermädchen Frau Honig mit ihrem Bienenschwarm bei ihnen eingezogen ist, ist jeder Tag ein Abenteuer! Wo Frau Honig geht und steht, sprießen duftende Blumen, der Kühlschrank füllt sich ganz allein mit den allerfeinsten Köstlichkeiten und alle bösen Worte verschwinden schwuppdiwupps in einer Böse-Worte-Schublade. Doch am schönsten ist es abends, wenn sie auf einem fliegenden Teppich ins Bett gebracht werden. Auch Papa Sommerfeld merkt bald, was er an diesem ganz besonderen Kindermädchen hat, das alle verzaubert. Ein wunderschöner honiggelber und unvergesslicher Sommer beginnt…

„Und plötzlich war Frau Honig da“ erzählt eine moderne Mary Poppins Geschichte. Frau Honig kommt zu einer Familie, die sie braucht, weil sich nach dem Tod der Mutter jeder in sein Zimmer zurückgezogen hat und kein Familienleben mehr stattfindet. Wie im Original bringt Frau Honig eine kleine Portion Magie mit und erinnert die Familie an die Kraft der Fantasie. Und das ist so schön beschrieben, dass ich beim Vorlesen ziemlich häufig lächeln musste.
Besonders gut gefallen hat mir, dass Frau Honig immer auf Augenhöhe mit den Protagonisten ist. Egal ob sie versucht mit dem Fünfjährigen, der Achtjährigen oder den beiden Zwölfjährigen in Kontakt zu kommen, immer nimmt sie die Kinder und ihre Bedürfnisse ernst. Ihr Vorteil dabei ist natürlich, dass sie die Vorlieben der Kinder kennt und darüber hinaus immer so alt ist, wie sie sich gerade fühlt.
Natürlich geht es auch darum, Werte zu vermitteln, nicht nur in Bezug auf das Familienleben, sondern auch auf Nachbarschaft und Umwelt – aber das passiert nie moralisierend. Stattdessen hat Frau Honig oft die passenden weisen Worte parat, die man schon mal gehört hat. Am Ende gibt es eine Auflistung der verwendeten Zitate.

Eigentlich dachte ich beim Vorlesen die meiste Zeit, dass der Große noch zu jung für die Geschichte ist. Ich hatte auch erst später gesehen, dass die Verlagsempfehlung „ab acht Jahre“ lautet. Somit hatte ich die meiste Zeit den Eindruck, dass mir die Geschichte besser gefällt als ihm. Bis ich das letzte Kapitel vor dem Epilog vorlas und kurz noch mal aus dem Zimmer ging, um seine Trinkflasche zu holen. Als ich zurück kam, lag ein völlig aufgelöster Fünfjähriger in seinem Bett. Achtung SPOILER! Er wollte nicht, dass Frau Honig zur nächsten Familie weiterzieht und fand es ganz schrecklich, dass sie nicht bei Familie Sommerfeld bleiben konnte. Ich werde also schnellstmöglich die Fortsetzung ausleihen und hoffen, dass ihn das Ende beim zweiten Band nicht so verstört.

Sabine Bohlmann
Und plötzlich war Frau Honig da
illustriert von: Joëlle Tourlonias
Planet! Verlag
ISBN: 978-3-522-50545-1

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