Gelesen: Tana French – Gefrorener Schrei

Buchtitel Gefrorener Schrei

Klappentext:
Sie wollten einen richtig interessanten Fall. Aber kein Spiel, das niemand kontrollieren kann.
Aislinn Murray ist jung, hübsch und liegt tot in ihrem Haus, der Tisch ist für ein romantisches Abendessen gedeckt. Wieder so eine klare Beziehungstat, denkt die Polizei. Doch bald stoßen die Detectives Antoinette Conway und Stephen Moran auf Ungereimtheiten. Und es wird immer offensichtlicher, dass jemand in der Mordkommission ihre Arbeit behindert. In einem nervenaufreibenden Ermittlungskreisel wird immer deutlicher: Unschuldig ist niemand.
„Messerscharf, fesselnd, sprachlich außergewöhnlich und atmosphärisch eindringlich.“ Harlan Coben
„Tana French zählt fraglos zu den Großen der europäischen Kriminalliteratur.“ Volker Albers, Hamburger Abendblatt
Tana Frenchs sechster Kriminalroman

Den ersten Roman von Tana French habe ich eher durch Zufall entdeckt. Die gebundene Ausgabe lag in einem großen Stapel zum Sonderpreis und der Klappentext klang ganz gut. Als ich dann angefangen habe zu lesen, hatte ich das erste Kapitel noch nicht ganz aus und war dem Buch und der Autorin verfallen. Tana French schreibt so, dass ich sofort völlig in der Geschichte bin. Ich liebe ihre Sprache. Und somit stehen mittlerweile alle sechs bisher erschienen Krimis in meine Regal (ok, es gibt schon ein siebtes Buch von ihr, das mir noch fehlt).

Natürlich ist es nicht nur die Sprache, die mich überzeugt. Alle Romane spielen in Irland, genauer gesagt in der Dubliner Mordkommission. Im Gegensatz zu vielen anderen Krimi-Reihen gibt es hier allerdings nicht den immer gleichen Detective, den man bei verschiedenen Fällen ermitteln sieht. Stattdessen steht in jedem Buch ein anderes Ermittler-Team im Mittelpunkt. Der Hauptermittler des ersten Romans ist im zweiten Buch der „Sidekick“ und kommt im dritten Band nicht mehr wirklich vor. Die Bücher funktionieren somit jedes für sich, es gibt auch keine übergreifende Rahmenhandlung, aber durch die immer gleiche Mordkommission natürlich trotzdem Bezüge. Da ich die Bücher mit relativ großem zeitlichen Abstand gelesen habe, sind mir bestimmt viele gar nicht aufgefallen. Im sechsten Band ermittelt die junge Detective Antoinette Conway unterstützt von ihrem Kollegen Stephen Moran, der im vorhergehenden Band die Hauptfigur war.

Alle Romane der Serie sind konsequent aus der Perspektive ihrer Hauptermittler geschrieben. Als Leser weiß man so nie mehr als der jeweilige Detective und teilt dessen Einschätzung des Falls und der Kollegen. Natürlich rätselt man mit, wer der Täter ist, aber mindestens genauso interessant finde ich das Innenleben und die Entwicklung der jeweiligen Protagonisten. Die Geschichten sind eben keine Thriller und somit angenehm unblutig. Auch beim Lesen dieses Bandes stand ich nicht unter Hochspannung, konnte dafür aber wunderbar in die Geschichte eintauchen und alles andere ausblenden.

Tana French
Gefrorener Schrei
übersetzt von: Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
Verlag: FISCHER Taschenbuch
ISBN: 978-3596034239

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