(Vor-)Gelesen: Maja Lunde – Die Schneeschwester

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Eine Weihnachtsgeschichte

Titelbild Maja Lunde Die Schneeschwester

Klappentext:
Eine Geschichte in 24 Kapiteln, die Weihnachten in seiner schönsten Bedeutung feiert.
„Weihnachtsregel Nummer eins: Es kann nie genug Weihnachten geben“, sagte Hedvig. „Selbst die Besenkammer muss geschmückt werden. Wenn man dann die Tür öffnet, um so etwas Langweiliges wie einen Besen herauszuholen, vergisst man trotzdem nicht, dass Weihnachten ist.“
Bald ist Heiligabend. Für Julian ist das der schönste Tag des Jahres. Lebkuchen und Klementinen, das Knistern und Knacken im Kamin, das flackernde Licht der Kerzen. Außerdem wird er an Heiligabend zehn Jahre alt. Doch dieses Jahr ist alles anders. Ein tiefer Schatten liegt über der Familie. Und Julian hat eigentlich nur ein Gefühl: Weihnachten ist abgesagt.
Bis Julian Hedvig begegnet. Hedvig hat grüne Augen, redet schneller als der Wind und liebt Weihnachten über alles. Ganz langsam glaubt Julian, dass es doch ein Weihnachten für ihn geben könnte. Allerdings hat Hedvig ein großes Geheimnis…

Diese Geschichte habe ich in diesem Jahr im Advent einigen Menschen vorgelesen. Nachdem mein Mann irgendwann keine Muße mehr für das Zuhören bei einer Adventsgeschichte hatte, habe ich angefangen, meiner Mutter vorzulesen. Da wir uns aber nicht täglich sehen, habe ich ihr die Kapitel als Sprachnachrichten geschickt. Sie hat sie an ein oder zwei Freundinnen weitergeleitet und mit der Zeit ist eine WhatsApp-Gruppe entstanden, in der jedes Jahr mehr Menschen meinem Vorlesen lauschen. In diesem Jahr gab es also „Die Schneeschwester“, weil meine Eltern das Buch geschenkt bekommen haben und meine Mutter mich fragte, ob ich es vorlesen möchte. Den Rückmeldungen am Ende der Geschichte zur Folge hat die Geschichte vielen Zuhörern sehr gut gefallen.

Aber nun zum Buch: Es ist unglaublich schön illustriert. Die Bilder treffen die Stimmungen der Geschichte und bringen das Buch zum Leuchten. Die Geschichte ist traurig und fröhlich und schmerzhaft und warm und hoffnungsvoll und schrecklich und tröstend und stärkend und verständnisvoll und leicht und voller Tiefgang. Und gerade deshalb ist sie weder kitschig, noch anstrengend glücklich, sondern ganz lebensnah und zugewandt. Das Schöne und das Schwere liegt eben nah beieinander, auch in der Advents- und Weihnachtszeit. Dafür, dass diese Geschichte dem schweren Raum gibt und gleichzeitig zeigt, dass es trotzdem immer auch Schönes gibt, mag ich dieses Buch sehr gern.

Maja Lunde
Die Schneeschwester
– Eine Weihnachtsgeschichte –
übersetzt von: Paul Berf
illustriert von: Lisa Aisato
Verlag: Btb Verlag
ISBN: 978-3442758272

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